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Book-On-Demand/Paperback, 80 Seiten, wissenschaftliche Arbeit zum Thema Rechenschwäche:

"Rechenschwäche und Basisfunktionen" von Oliver Thiel

Wissenschaftliche Analyse empirischer Untersuchungen zu Zusammenhängen zwischen Lernschwierigkeiten im Mathematikunterricht und basalen Fähigkeiten des Menschen.

Autor: Oliver Thiel
mit einem Vorwort von Friedrich H. Steeg

Der Autor, Jahrgang 1968, begann nach dem Abitur das Studium der Physik, das er 1995 mit dem Diplom und 1997 mit dem 1. Staatsexamen für das Amt des Lehrers abschloss. Im gleichen Jahr absolvierte er eine Ausbildung zum Lerntherapeuten für die Therapie von Kindern mit Schwierigkeiten beim Erlernen des Rechnens am PAETEC-Institut für Therapie in Berlin-Treptow, für das er seitdem nebenberuflich als Lerntherapeut tätig ist. Hauptberuflich arbeitet der Autor seit 1998 als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Grundschulpädagogik der Humboldt-Universität zu Berlin. Dort bietet er im Rahmen des Lehramtsstudiums Seminare zur Rechenschwäche, Geometrie und Statistik an, berät Eltern zur Rechenschwächeproblematik und ist in der grundschulpädagogischen Forschung tätig.

Dieses Buch entstand als Vorbereitung einer empirischen Arbeit, mit der Zusammenhänge zwischen basalen Fähigkeiten des Menschen und Lernschwierigkeiten im Mathematikunterricht der Grundschule aufgeklärt werden sollten. Diese Arbeit wurde jedoch auf Grund des vorliegenden Materials als aussichtslos verworfen. Der Autor strebt nun nach seiner Promotion eine Evaluationsstudie zur Effektivität von Rechenschwächetherapien an.

Oliver Thiel faßt sachlich, differenziert und kritisch zusammen, was es über die bisherige wissenschaftliche Diskussion von Begrifflichkeiten, Definitionen und Ursachen des Phänomens Rechenschwäche/Dyskalkulie derzeit zu berichten gibt. Seine Darstellung erläutert alle wichtigen Standpunkte und arbeitet die Widersprüchlichkeiten der Thematik bzw. der darüber von Wissenschaftlern erarbeiteten Aussagen heraus. Im Hauptteil der Arbeit sind die von einigen Wissenschaftlern behaupteten Zusammenhänge von "Rechenschwäche und Basisfunktionen" Gegenstand seiner Recherche und Kritik. Aus seiner Arbeit geht schließlich deutlich hervor, daß die Annahme defekter "basaler Grundfunktionen" als praxisleitende Begründung für Lernschwächetherapien - speziell bei Rechenschwäche - weiterhin eine Ansammlung fragwürdiger Hypothesen bleibt. Es werden Ratschläge für Eltern und Lehrer gegeben, wie mit dieser Situation umzugehen ist.



INHALTSVERZEICHNIS (Seitennummer):

INHALTSVERZEICHNIS 5
VORWORT 7

RECHENSCHWÄCHE 10

1 WAS IST RECHENSCHWÄCHE? 10

1.1 Phänomenologische Definitionen 11

1.2 Diskrepanz-Definitionen 13

1.3 Rechenschwäche als extreme Form von Lernschwierigkeiten 18

1.4 Fazit 20

2 URSACHEN DER RECHENSCHWÄCHE 20

2.1 Kongenitale Ursachen 21

2.2 Neuropsychologische Ursachen 22

2.3 Soziokulturelle und familiäre Bedingungen 22

2.4 Schulische Ursachen 23

2.5 Neurotisch-psychogene Ursachen 25

2.6 Ungenügende Passung 26

BASISFUNKTIONEN 28

3 WAS SIND BASISFUNKTIONEN? 28

3.1 Gehirnbiologische Grundlagen 29

4 GESTÖRTE BASISFUNKTIONEN 29

4.1 Teilleistungsschwächen 30

BASISFUNKTIONEN UND RECHENSCHWÄCHE 34

5 HYPOTHESEN 34

6 ERSTER ÜBERBLICK 38

7 BASISFUNKTIONEN UND MATHEMATISCHE FÄHIGKEITEN 40

7.1 Bedeutung der visuellen Wahrnehmung nach Milz (1997) 41

7.2 Bedeutung kognitiver Prozesse nach Lorenz (1982, 1990, 1993a) 44

7.3 Variablen von Rechenstörungen nach Grissemann & Weber (1993) 47

7.4 Kognitive Fähigkeiten und Stützfunktionen nach Schulz (1995) 51

7.5 Zusammenfassung 53

8 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNGEN 55

8.1 Händigkeit und Körperschema (Krombholz 1989) 55

8.2 Das Nonverbal Learning Disabilities-Konzept (Rourke 1989b) 55

8.3 Rechts-Links-Diskrimination (von Aster & Göbel 1990) 59

8.4 Körperschema (von Aster 1991b) 60

8.5 Aufmerksamkeit (Shalev et al. 1995) 61

8.6 Vorstellungsdefizite bei NLD-Kindern (Cornoldi et al. 1999) 63

8.7 Untersuchungen zum Erfolg von Funktionstrainings 64

8.8 Zusammenfassung 65

9 DISKUSSION DER ERGEBNISSE 67

LITERATURVERZEICHNIS 71

SACHREGISTER 80


ISBN 3-8311-2330-6


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